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273

... oder wie Neues entsteht

Ein Eistanzsolo auf der Umbruchklippe aus eingefrorenen Momenten

Eva Blaschke (choreographie und tanz)

Henry Mex (komposition)

273 Kelvin = 0° Celsius und -273° Celsius = 0 Kelvin, der abso-
lute Nullpunkt, ein Umbruch zu einer neuen Welt aus sogenannten
Bose-Einstein-Kondensaten, der bis vor kurzem ebenso uner-
reichbar galt wie das Überschreiten der Lichtgeschwindigkeit.

Tanz = die Kunst des Körpers sich im Raum zu bewegen?
Bewegung kann man messen in Temperatur und Geschwindigkeit.
Ort und Bewegung der Dinge sind entscheidend für ihre uns
erscheinende Gestalt. Die Zustände, die die Dinge in der Zeit zu
sein beschließen,

ein Lichtblitz, ein Windhauch, eine Wolke, ein Wassertropfen,
ein Eisblock, ein Mensch, ... ein Klang

tauchen auf und verschwinden - mitunter schneller
als ein Schmetterling mit seinen Flügeln zu schlagen vermag. Lange
braucht ein Tropfen um ein Faß zu füllen, bis es schlagartig
überläuft. Wasser wird zu Eis, ein altes System bricht
sprunghaft zu einem Neuen um Einstein fragte sich: was passiert,
könnte ich auf einer Lichtwelle reiten? Stellen Sie sich vor,
man könne die Momente des Übergangs, an dem die selben
Teilchen gleichzeitig den Stoff für unterschiedliche Welten
liefern festhalten?

273 - oder wie Neues entsteht Eistanzsolo auf der Umbruchklippe von eingefrorenen Momenten Komposition: Henry Mex
uraufgeführt am 27. -29. Mai 2000 im Ballhaus Naunynstraße Berlin
weitere Aufführungen im Juni 2000 im Postfuhramt Mitte, Berlin beim Festival für experimentelle Kunst
Dauer: 50 min. Kurzfassung 15 min.

Fotos: Henry Mex

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... mit Feuer...
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